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Lage – Heimatgemeinschaft (HG) Mediasch e.V.
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MEDIASCH

Ein Beitrag zur Geographie der Stadt an der Kokel in Siebenbürgen

Historisches und aktuelles Wappen der Stadt Mediasch

Mediasch, die ehemalige römische Siedlung beim „Kreuzweg“ (per medias vias), liegt in Siebenbürgen/Rumänien, und erstreckt sich an beiden Ufern der Großen Kokel. Trotz stürmischer Industrialisierung – vor allem nach dem 2. Weltkrieg, hat Mediasch ihren mittelalterlichen Charakter bis in unsere Tage bewahren können. Die evangelische Kirche mit dem imposanten „Trompeterturm“, das Kastell mit seinen Ringmauern und Türmen, und die vielen mittelalterlichen Häuser, fügen sich zu einem eindrucksvollen Ensemble zusammen. In der Nähe der Kirche steht das St. L. Roth-Gymnasium, das den Namen einer der bekanntesten Persönlichkeiten der Stadt trägt.
Haus der Spinnerin, im Hintergrund Trompeterturm (Foto: Günther Schuster)
Stephan Ludwig Roth Lyzeum (Archiv HG-Mediasch)
Mediasch liegt im Siebenbürgischen Hochland, das von der Großen und Kleinen Kokel von Ost nach West entwässert wird; das Haupttal der Großen Kokel und mit ihren Nebentälern, gliedern diesen Teil des Siebenbürgischen Hochlandes in mehrere Höhenzüge und Bergrücken. Nördlich und westlich von Mediasch erheben sich die Berge des „Weinlandes“ und die Blasendorfer Berge. Dank des milden Klimas, hat der Weinbau auch im Mediascher Raum eine lange Tradition, was auch das Stadtwappen zum Ausdruck bringt. Südlich der Stadt erheben sich die Mediascher Berge, die die Wasserscheide zum Harbachtal bilden (675m). Erdgeschichtlich gehört das Kokelgebiet zu. einer riesigen Becken-Landschaft, die aus jüngeren Gesteinen – vor allem aus sandigem jungtertiären Material – aufgebaut ist. Das Meer, das einst ganz Siebenbürgen bedeckte, wurde von Meeres- und Flussablagerungen zugeschüttet, in denen wichtige Rohstoffe zurückblieben, wie Salz und Methangas. Dieser Energie- und Rohstoff ist mit der industriellen Entwicklung von Mediasch und Umgebung aufs engste verbunden: Fast alle Haushalte werden mit Gas geheizt, und der größte Teil der Betriebe ist von diesem Rohstoff bzw. von dieser Energiequelle abhängig. Intensive Nutzung dieses Brennstoffes, sowie veraltete Industrie- und Verbrennungsanlagen, haben in Mediasch und Umgebung zu erheblichen Umweltschäden geführt; Industrieabgase, Metallstaub aus Klein-Kopisch haben die Wälder, sowie Wein- und Obstgärten dieser Gegend ernsthaft geschädigt. Die Stadt liegt etwa 300 m ü. d. Meeresspiegel. Das rechte Ufer wird von den steilen Südhängen des Kessler Berges (432 m), der Burg, dem Hunsrück (390 m) und Keppenberg (426 m) begleitet. Aus diesem Grunde war geeignetes Baugelände am rechten Ufer der Kokel ziemlich rar. Nur im Tal des „Greweln“, im „Hulla- Tal“ oder im „Weberl-Tal“ gab es für die Stadt sicheres Baugebiet.I In der Flussaue durfte – wegen großer Überschwemmungsgefahr, lange Zeit nicht gebaut werden. Als 1924 das Bauverbot aufgehoben wurde, entstanden entlang des Flusses neue Wohn- und Industriegebiete, die die Überschwemmungsgefahr deutlich erhöhten. Der Burgberg und die Altstadt engen das Flussbett der Kokel so stark ein, dass Überschwemmungen nicht ausbleiben konnten. Die ergiebigen Regenfälle zum Beispiel im Mai 1970 (50-150 l/m), bescherten der Stadt das katastrophalste Hochwasser in ihrer Geschichte. Das Hochwasser erreichte Pegelstände von 6-8 m. Die Schäden waren enorm: Über 500 Wohnungen wurden zerstört, tausende Einwohner waren vom Hochwasser geschädigt worden, und viele Betriebe konnten die Produktion nur nach Wochen oder Monaten wieder aufnehmen. Hätte die Stadt ihre strengen Bauvorschriften auch weiterhin gehandhabt, so wären die Hochwasserschäden aus den 70er Jahren mit Sicherheit geringer ausgefallen. Man weiß es schon lange, dass solche Katastrophen mehr auf hausgemachte Ursachen als auf die Natur selbst zurück zu führen sind. Auf dem Territorium der Stadt Mediasch fließt heute die Kokel in einem künstlichen Flussbett. Der Fluss hat seinen natürlichen Lauf aufgeben müssen, weil der Mensch ihm ein Korsett umgelegt hat, und Auffangbecken sollen helfen, Menschen vor weiteren Überschwemmungen zu schützen. Soll die Natur im Mediascher Raum vor noch größeren Schäden bewahrt bleiben, so täten die Stadtplaner gut, die Belange des Natur- und Umweltschutzes viel stärker zu berücksichtigen, als dies bis jetzt der Fall gewesen ist. Nur auf diese Weise wird der seit Jahrhunderten so geschätzte Rebensaft auch weiterhin dieser Region erhalten bleiben. Dass der Wein schon sehr früh in der Mediascher Gegend einen hohen Stellenwert besaß, bringt folgender Spruch zum Ausdruck:
O du edler Saft,
Deinetwegen geh ‚ ich nackt.
Du wirst mir nicht entweichen
Und sollt‘ ich dir am Stock nach schleichen.
(Spruch auf einem Siebenbürgischen Zinnkrug, 18. Jh.)
Großer Marktplatz und Kastell bei Nacht (Foto: Heidrun Drotleff, geb. Lukas)