DFDR

Kurze Entstehungsgeschichte

Als es nach dem Sturz des kommunistischen Regimes Ende 1989 wieder zur Ausbildung demokratischer Strukturen in Rumänien kam, entstand das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) als diejenige Organisation, durch welche sich die Gemeinschaften rumänischer Bürger deutscher Ethnie im politischen Leben Rumäniens selbst vertreten konnten. Ohne eine politische Partei zu sein – das DFDR ist eine gemeinnützige Körperschaft nach rumänischem Recht – ist es nach der Parteiengesetzgebung dennoch berechtigt, auch am politischen Leben teilzunehmen und beispielsweise Kandidaten für die kommunale Verwaltung und für das Parlament zur Wahl zu stellen.

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Historisch gesehen entstanden Anfang 1990 in schneller Folge Ortsforen in vielen Ortschaften mit deutscher Bevölkerung, die sich dann zu Regionalforen und diese schließlich zum Landesforum als Dachverband zusammenschlossen.

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In Mediasch kam bereits am 5. Januar 1990 eine Initiativgruppe zusammen, die die Gründung einer Interessenvertretung beschloss. Auf der Vollversammlung am 20. Januar wurden Satzungen verabschiedet und ein Vorstand gewählt. Das Mediascher Forum nahm seine Arbeit auf. Es ist ein Zentrumsforum, das die sächsischen Bewohner von 40 Ortschaften vertritt. Flächenmäßig deckt sich sein Zuständigkeitsbereich demnach mit dem Mediascher evangelischen Kirchenbezirk.

Organisatorisch ist es als Zentrumsforum im Kreis Hermannstadt dem Regionalforum Siebenbürgen zugeordnet. Das Regionalforum Siebenbürgen ist wiederum im Landesforum eingegliedert.

http://www.fdgr.ro/de/transilvania

 

Forum in Mediasch

Das oberste Entscheidungsgremium des Mediascher Forums ist die Vollversammlung. Sie wählt einen Vorstand, der die Geschäfte führt. Ihm gehören ein Vorsitzender, zwei Stellvertreter und weitere 6 – 12 Mitglieder an. Die vielfältigen Aufgaben erledigen Ausschüsse für Verwaltung, Sozialprobleme, Wirtschaft, Schule und Kultur sowie ein Jugendforum.

Der Sitz des Forums befindet sich im Schulerhaus, dem repräsentativen Renaissancebau am Großen Marktplatz, das 1994 – 1997 aufwendig und fachgerecht renoviert wurde. Es beherbergt das Zentrum für Lehrerfortbildung in deutscher Sprache, großzügige Ausstellungsräume, einen Festsaal im ersten Stock und einige Zimmer, die man zur Übernachtung anmieten kann.

Dem Vorstand des Forums gehören nach der Wahl im Frühjahr 2020 an: Ladislau Ciocan, Franz Dismacsek, Susanne Elischer, Ursula Juga-Pintican, Helmuth Julius Knall, Andra Luca, Erika Matei, Werner Müller und Eduard Wellmann. Letzterer ist auch Mitglied im Hermannstädter Kreisrat (Consiliul Judetean Sibiu). Die Geschäftsleitung hat Iboly Sanislav inne, die diese Aufgabe auch schon seit Jahrzehnten kompetent und gewissenhaft wahrnimmt.

Mitglieder des Forumsvorstands im Juni 2020 (v.l.n.r.): Erika Matei, Ursula Juga-Pintican, Helmuth Julius Knall, Susanne Elischer, Werner Müller, Eduard Wellmann und Ladislau Ciocan.

Der neue Vorsitzende des Vorstands des Mediascher Zentrumsforum ist Ladislau Ciocan. Er löst damit Werner Müller ab, der 25 Jahre lang die Geschicke des Mediascher Forums mit erfahrener Hand geleitet hat.

Werner Müller und Ladislau Ciocan

Es gab und gibt für den Vorstand des Forums und alle, die sich in seinem Rahmen engagieren, vielfältige Aufgaben zu erledigen:

  • Organisation des Zusammenlebens der stark verkleinerten sächsischen Gemeinschaft
  • Vertretung ihrer kollektiven Interessen gegenüber Stadt und Staat
  • Betreuung Schule und Lehrerfortbildung
  • kulturelle Aktivitäten, Vorträge, Konzerte
  • Feiern rund ums Jahr vom Fasching bis zur Adventsfeier und dem Weihnachtsbasar
  • Buchprojekte und regelmäßige Publikationen vor allem zu geschichtlichen Themen
  • Organisation der Heimattreffen
  • u.v.m.